August 2020 |

Die Wichí trinken Wasser aus Glyphosat-Kanistern

Mara Puntano ist Journalistin und Anwältin aus Salta. Sie beschreibt das Leben der Wichí-Gemeinden in Salta im Nordwesten Argentiniens. Sie erzählt, wie schwierig es für die Wichí ist, an Trinkwasser zu gelangen und dass der Staat sie schon seit langem in ihrem Leiden alleine lässt. Puntano spricht von Genozid, vergleicht die Situation mit der Kolonialisierung und spielt auf die Korruption in der Politik an. Als dieser Beitrag veröffentlicht wird, wird der Tod eines weiteren Wichí-Kindes bekannt. Ayelén Torres ist bereits das neunte Kind der Wichí-Gemeinde, das in kurzer Zeit gestorben ist. Sie kam aus Santa María, und das nächste Krankenhaus ist 22 Kilometer entfernt.

In Salta sterben Kinder an Unterernährung‘, heißt es in den Nachrichten. Die Anwältin und Journalistin Mara Puntano erklärt in diesem Gespräch ausführlich die Hintergründe und das wahre Ausmaß eines Problems, welches bereits seit langem existiert. Deshalb bedarf es schneller Hilfe, doch Lösungsansätze scheinen noch weit entfernt. Stattdessen hört man nur Versprechen des Ministers für soziale Entwicklung, Daniel Arroyo, sowie von einigen Unternehmern wie Marcelo Tinelli. Er versprach Brunnen in der Region zu errichten, denn die Wasserversorgung ist eines der größten Probleme der Gemeinden.

Das ganze Interview kann man im Nachrichtenpool Lateinamerika nachlesen: https://bit.ly/2S9c57s

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